RAUMGREIFEND
Die Gemälde und Collagen der niederländischen Künstlerin und Autorin Liesbeth Doornbosch konzentrieren sich auf Gebäude, Innenräume und Möbel und zeigen eine Durchdringung von Malerei und Architektur, aus der sie neue abstrahierte Raumkonstruktionen erschafft. Ihre teils großformatigen Kompositionen präsentieren fragmentierte Perspektiven, die in ebenso strengen wie expressiven Schichtungen von Farbflächen und Linienverläufen komplexe Räumlichkeiten entstehen lassen. Mittels eingearbeiteter Architekturfotografien schwingen stets erzählerische Momente mit: das Erleben von Räumen ruft für die Malerin immer auch Geschichten hervor. So sind ihre Raumdarstellungen keine festgefügten Ordnungen, sondern organisch belebte Umgebungen, die eine besondere Szenerie beschwören. Doornbosch geht es um den Charakter eines Ortes und um die Atmosphäre eines Raumes im Spannungsfeld zwischen Innen- und Außenwelt. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Arnheim.
Die eigens für den jeweiligen Ort geschaffenen Installationen des Künstlerduos Ariane Faller & Mateusz Budasz greifen gezielt in bestehende Raumstrukturen ein und transformieren diese zu neuen Erfahrungssituationen. Kühne Konstruktionen aus Holzlatten und Brettern, gerüstartig im Raum verspannt und mit Schraubzwingen fixiert, verschmelzen mit farbstarken Malerei-Objekten auf Verpackungskartons und Bildkörpern aus grob gestrickter Wolle, Glas und Fotografien. Die raumgreifenden Ensembles verstehen sich als temporäre Interventionen in das scheinbar Vertraute und Geordnete und tragen bewusst Momente des Provisorischen und Experimentellen in sich. Zentral ist dabei das subversive Ausloten der Grenzen zwischen Malerei, Zeichnung, Skulptur und Objekt. Durch die radikalen Einbauten geraten die Räume gleichsam aus den Fugen; es entstehen begehbare Assemblagen, durch die wir uns staunend bewegen, und dabei unsere Wahrnehmung für das besondere Gefüge des Raumes schärfen. Die beiden Künstler leben und arbeiten in Furtwangen.
Licht Raum Resonanz
Licht Raum Resonanz – Wolfram Janzer & Bernhard Huber
Zwei Künstler, zwei Handschriften – verbunden durch ein feines Gespür für Raum, Form und Licht. Der Fotograf Wolfram Janzer und der Künstler Bernhard Huber begegnen sich in dieser Ausstellung aus unterschiedlichen Richtungen, doch mit ähnlichen Sehweisen.
Janzer, geprägt von seiner architektonischen Ausbildung, sucht in der Fotografie die Essenz des Bildes: formale Strenge, Balance, Reduktion auf wesentliche Strukturen. Seine Arbeiten vermeiden bloßes Abbilden, stattdessen entstehen meditative, sensible Bildräume, die Tiefe und Fläche zu einem ruhigen Ganzen verweben.
Huber, aus der Glasmalerei kommend, überträgt deren lichtbildende Qualitäten auf Räume und architektonische Situationen. Mit Glas, Farbe und Licht moduliert er Räume, löst Grenzen auf, schafft Übergänge zwischen Transparenz und Opazität. Seine Arbeiten sind stets ortsbezogen, reagieren sensibel auf Gegebenes und formen daraus neue, lichte Erfahrungsräume.
Was beide verbindet, ist die Arbeit „an der Grenze“: die bewusste Gestaltung von Übergängen – zwischen Fläche und Raum, zwischen Realität und Abstraktion, zwischen Sichtbarem und dem, was sich der schnellen Wahrnehmung entzieht. Aus der Strenge ihrer Kompositionen erwächst eine poetische Leichtigkeit, die das Sehen selbst zum Ereignis macht.
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